Ringsgwandl erfreut uns abermals mit seiner Liebe zum Blues, und das auch noch zweisprachig, Bayrisch und Schriftdeutsch. Die deutschen Texte haben märchenhafte Titel („Schokoladenfee“, „Die Spargelkönigin“), die bayrischen erst recht: „Krattla von Minga“.
Um die Spannung für die Landesfremden zu steigern, sind zwar alle Texte beigelegt, aber ohne Übersetzung. Manchmal aber versteht sogar ein Nordlicht was: „Unser Dorf muaß schiacha werdn.“
Das kann so mancher von Touristenhorden heimgesuchte Ort nachvollziehen, egal, wo.
Es gibt auch interessante Missverständnisse: Wenn bei Ringsgwandl ein Stück „Koda“ heißt, erwartet man doch eine bluesige Suffklage, aber nix, es geht um ein echtes Tier!
Jedenfalls, Ringsgwandl in Hochform, gleich das erste Stück ist der absolute Ohrwurm, und das schöne, informative Beiheft ist sozusagen die Kirsche auf der Torte.
Ganz schnell noch ein hohes Lob für den Dobro-Virtuosen David Stelter.
Ringsgwandl: Woanders. Galileo, www.galileo-mc.de