Góntia sind sieben Männer und eine Frau, die sich der französischen Tanzmusik des 18. Jahrhunderts verschrieben haben, und auf dieser Instrumental-CD zeigen sie ihr Können.

Góntia ist der alte Name des Flusses, der durch die belgische Stadt Gent fließt – es ist also vielleicht eine belgische CD? Die Plattenfirma ist überaus geizig mit Infos, die Titel sind jedenfalls alle auf Französisch, und uns interessiert ja die Musik. Der Sammler Robert d‘Aubat 1714 – 1782), in Saint Flour, Frankreich geboren, in Gent gestorben, hat 1767 die erste Sammlung von „Contredanses“ veröffentlicht, und aus dieser Sammlung stammen die auf dem Album vertretenen Stücke. Wer sie geschrieben hat, woher sie stammen, wer vermag es zu sagen? Vieles klingt sehr irisch, was aber nicht wundert, denn über die engen Beziehungen zwischen irischen und Barockmusikern vom Kontinent zu jener Zeit ist viel bekannt, denken wir nur an Carolan und Corelli. Und dass Instrumente wie Irish Bouzouki oder Uilleann Pipes gespielt werden, verstärkt für die an die heutige irische Musik gewöhnten Ohren diesen Eindruck noch. Aber egal wie, wunderschöne Musik, unbedingt zu empfehlen. Man sieht richtig die barocken Damen und Herren beim Tanze vor sich …Doc Rossi &Ensemble:  Góntia – Contredances of Robert d’Aubat Saint-Flour, Cetra Records, www-cetrarecords.com (GH)