Selten begegnet uns aus samischen und italienischen Elementen zusammengesetzte Musik – Brigan ist ein italienisches Ensemble, Torgeir Vassvik ist Same, und gemeinsam stellen sie uns Stimmen des Meres und des Windes vor.
Aufgenommen wurden diese Stimmen auf der Halbinsel Nordkinn im norwegischen Finnmark, genauer gesagt, in dem kleinen Ort Gamvik (laut offizieller Statistik hatte Gamvik im Jahre 2025 219 EinwohnerInnen).
Viel Wind, viel Meer ist zu hören, dazu Vassvik, der aufs Wunderbarste joikt und zeigt, wie vielseitig dieser Gesangsstil eingesetzt werden kann – Stück 6, „Il Sogno“, klingt wie „Shenandoah“ gejoikt, man kann sich das nicht vorstellen, man muss es hören, und man wird hingerissen sein.
Die Stimmen von Wind und Meer sind alles von leise bis laut, hektisch, heftig, versöhnlich. Andrea Laudante rezitiert die Texte auf Italienisch – im Beiheft gibt es die englischen Übersetzungen in allerwinzigster Schrift, aber zum Glück braucht man sie nicht, um sich von Ton und Text davontragen zu lassen.
Brigan: Voci di Mare e di Vento, Liburia Records, www.liburiarecords.com (GH)
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