Ludwigstein – Burg Ludwigstein in Hessen – Zentrum des Folk – freie lokale Folkfeste – Wandervogelfolktanztreffen 3. WE September seit über 50Jahren

Was unseren „Lu“ für Folkies – die mit der Seele für Folk brennen- so attraktiv macht. – Diese Geschichte ist ein „historisch – dynamischer Artikel“, der „neu – wissenschaftlich“ absatzweise von Unten nach Oben zu lesen ist.

Und sollten uns einmal die Herren und Damen des Ludwigstein aus Geld- oder anderen Gründen unseren Platz auf dem Lu am 3. Wochenende im September zu meinem Geburtstag nicht mehr frei halten können, dann müssen wir uns eine andere zentrale Burg in Deutschland suchen, die – vielleicht nicht so teuer, so komfortabel, dafür weniger zementiert ist. Aber wir haben auch Freude unter den Ludwigsteinern. Obwohl wir all die Jahre noch immer nicht auf ihrem Kalender und in ihrem Archiv stehen. Weshalb eigentlich nicht? Es sind doch viele von uns auch Hessen?

Die Zukunft schenkt uns einen neuen Gedanken. Am Anfang zur Eröffnung mit den Kreativen im Burghof oder im Rittersaal zusammen zu kommen und freies „Anekdoten-Erzählen“ mit Erlebtem und gefundenen neuen Schätzen. Hier von einem alten Dresdener Stritzel, dort von einem neuen Festerlebnis, dann von einem herrlichen Branle aus Grankreich mitgebrcht, von einem herrlichen Gassentanz aus England, einem neuen Mecklenburglied, einer alten Variante des Hoida, enem ausgegrabenen Wunder mt enem Ländler aus der Steiermark und all diesen herrlichen Quellen aus dem Brunnen der Folklore. Das würde unserem Folk- und Wandervogelfest auf dem Lu eine Stärke geben, die länger als 100 Jahre wirkt. Wenn das mit Handys gefilmt und duie herrlichen Anekdoten archiviert und gepostet würden, ergäbe sich eine Kraft, die viele freie, zukunftsgewanddte Menschen anzieht und ihnen unsere weltweite, freie, freundschaftliche Folklore ans Herz und in die Seele schwingen würde.

Die neue Crew bwährt und erneuert sich seither mitjungen nachstrebenden Folkies. Einigewichtige, attraktive fehlen noch, aber das Tanzen, Musizieren und Singen gedeihen mit immer wieder neuen Ideen und Impulsen. Besonders verdient gemacht hatten sich Schrat, Usch und Chris, die mt ihrer Seele noch be uns sind. Und einige der alten noch lebenden Elbrabengründer auch mit neuen Elbraben möchten 2026 auf der Burg noch einmal aufspielen, auch mit neuen Ideen und alter Fetzigkeit auf „Boirdelportart“.

Nach zehn Jahren mit dem grimmigen Horst sagtenviele Folkies, dass es genug sei und Horst hatte auch genug. Da taten sich zehn zusammen und grndeten Burgfolk, um Freundschaft zu pflegen und den Festen Möglichkeit zu geben, die Burg zu mieten und die „Insiderszene“ beieinander zu halten. Das war ein weiterer neuer Erfolg von Folkies zwischen Suhl und Weimar, zwischen Aachen und Burgwedel.

hedo wollte die Leitung abgegeben. Von den Elbraben war zu der Zeit keiner, der an seine Stelle trat. hedo hatte in der Einöde im Mecklenburger Lüttenmark den zerfallenen Rabenhof gekauft und wünschte sich, sich dort zu konzentrieren, den Hof aufzubauen, dort eine Folkszene zu pflanzen, die folkloristische Einöde zu beleben zusammen mit Mecklenburger Folkies. Das mit dem Hofaufbau und den Festen gelang. Die großartigen Folkies dort, die wir bei DDR-Einladungen kennen gelernt hatten, hatten anderes zu tun, ihre DDR-bezahlte Folkszene zu retten, Folk zu studieren, sich selbständig zu machen. Also stand hedo ziemlich allein, unterstützt von Atti und einigen wenigen. Und die Feste übergab er an Klaus Grimm, einen guten Tanzmeister, der nur kein Folkie war, voll mit dem Herzen dabei, kein Musikant, ein Seminarleiter mit Leidenschaft, der Festabende zu Seminaren machte.

Burg Hanstein, das andere Wandervogel-Refugium, begrüßte uns einsam und ohne Eintrittsgebühren mt freiem Zugang. Nur ein Klo konnte man uns aufschließen, das für Abhör- und Wachpersonal gepflegt wurde. Es war wie ein Wundr. Wir musizierten, sangen und tanzten und waren voller Freude. Einen Kreis, eine Schnecke, tanzten wir auf der Bastion. Es gab die ersten unserer Fotosammlungen vom Hanstein zum Ludwigstein. Andreas Georgi stimmt auf seiner Mundharmonika „Auf der Saale, hellem Strande“ an. Und dann sangen wir das Wandervogellied “    “ und unser Freiheits- und Friedenslied „O lio, lio la“ und wir tanzten wie immer den „Hoida“ als Ludwigsteintanz und den „Perastus“ als Hansteintanz. Fehlte nur ein deutscher Tanz. Da tanzten und sangen wir den „Lott is dot“ und meinten damit die Greisenherrschaft der DDR-Stalinisten Mielke und Co., die vielen von uns das Leben so schwer gemacht hatten, und die jahrelang nicht nach Hause konnten. Auch einige, die über Ungarn gekommen waren, waren dabei. Und einige weinten vor Freude, als wir sangen.

Die Grenzöffnung war wie ein Wunder. Gerade da hatten wir 1979 unser Treffen auf der Burg, und wir begannen, die Wanderung zur Burg Hanstein, wie seither in jedem Jahr. Wir tippelten los zu Grenze, zu Stacheldraht und wussten noch nicht, ob wir an der Grenze gestoppt werden würden. Als wir zur Grenzen kamen auf einem schmalen Weg, stand da ein einsamer Grenzer mit MP, der uns singend herauf kommen erlebte, ein bunter, fröhlicher Haufen. Ob er uns noch aufhalten sollte? Die meisten großen Grenzübergänge waren ja gerade erstoffen? Wir grüßten uns freudig, und er ließ uns durch.

Das alles fand und findet in lockerer Atmosphäre, mit freier Improvisation, mit vielen Impulsen und vor allem mit Freundschaft statt, mit handgemachter Musik, mit Menschen, die bei sich zu Hause in ihrem lokalen Umfeld musikalisch mit Instrumenten, mit Liedern, mit Tänzen aktiv sind und ihre Wünsche, ihre Erfahrungen, vor allem ihre Seele mitbringen.

Was war es, das so attraktiv ist, dass jedes Jahrhundert und mehr Folkies auf den Ludwigsten kommen? es war und ist das Prickelndste der Folklore: das Musizieren, Tanzen und Singen des Eingemachten, neuerer Stücke von Überall aus Europa, ein richtiges Europatreffen, das Mitmachen und sich Einbringen vieler Folkinsider aus vielen Ecken des Landes mit tollen Ideen, mit Kuriositäten, mit neuen ausgegrabenen Schätzen, mit lockerem Vermitteln und dann das Wiedersehen von Jung und Alt.einem lockeren „Freundschaftshaufen“ im Namen des Wandervogels, viele Jahre.

Als ich 50 wurde wohl 1985 erhoben wir vor über 40 Jahren unser Lebens-, Folk- und Tanztreffen aus der als „großes Erntefest mit Festtafel“ Taufe. Die Elbraben zogen alle voll mit und Freunde aus dem ganzen Land, bis aus der DDR Geflohene zogen mit. Es wurde ein Treffen das brodelte wie eine „Brodelpott“, dass über die Grenzen und im Lande mehrere ähnliche Feste entstanden mit Singen, Tanzen, Musizieren, neuen Tänzen von Überall, neuen zündenden Lidern, herrlichem Musizieren von Klein und Groß, von bekannten Bands wie den Möllner, den Hildesheimer, den Elbraben, tubsit, welche Band noch? aus ganz Deutschland als offener Band. Das macht bis heute Schule. Es ist herrlich. Was wird in diesem Jahr als „neue, beliebte Findung“ als Tanz, als Lied, als Musik gekürt?

Weshalb brennen so viele Menschen für Folklore ihr leben lang? Weil Folklore eine Zusammenfassung von Heimat, von Leben, von räumen und Liebe ist? Weil aus solchem Urmutterboden Freundschaft, Liebe, Familie, Frieden und Wohlstand entstehen? Weil Folklore gleichzeitig Heute, Gesern und Zukunft ist?