Bands ERLEBNISBERICHTE Konzerte Gruppen Folk-Mitmachtanzen – Bandgründung – Folkbands – Capre Diem

Es gibt für Folkbands ein Publikum, oft nur für ein paar Minuten von interessierten Passanten. Da ist dann der Moment, die Menschen zu gewinnen,zu fesseln… – für das, was wirklich für jeden selbst zählt, fürs eigene Glück, fürs Singen, Musizieren, Tanzen, fürs eigene Herz, für die eigene Seele, für das, was in jedem seit uralten Zeiten steckt…. fürs Miteinander, für Folk – Carpe Diem! Nutze den Tag! – Für den Glücksweg, Folkie zu werden…

BANDS – BANDGRÜNDUNG – MITMACHTANZEN – LEBENDIGKEIT


WILLST DU EINE MITMACHBAND GRÜNDEN? und dazu MITMACHTANZEN?

Etwas mehr wird das Publikum gefesselt, wenn die Band bunt mit Aktionen, Kleidung, Bewegung, Geschichtserzählungen publikumsnah auftritt.

Auch bei irischer, schottischer, bretonischer Musik, bei Schlagern und Ervergreens, vielleicht auch bei Spirituals und besonderen Volksliedern sowie bekannten Liedern von Liedermachern. Dann hört es meist auch schon auf, und das Publikum verabschiedet sich bis auf eine Handvoll.

Mitmachaktionen machen die Band weitaus interessanter. Schon Lieder animieren zum Mitsingen können das Publikum, die Verweil- und Mitmachdauer,  erhöhen. Wenn dann Mitmachtänze dabei sind und kurz angeleitet werden, dann kann sich das wesentlich erhöhen bei mitreißenden, freudebringenden, vielleicht auch einigen meditativen Tänzen mit schönen Melodien und leichten, schönen Tanzformen.

Regional kann der Bekanntheitsgrad selbst von Minibands zu Zweit oder Dritt wesentlich steigen. Die Band wird oft immer wieder eingeladen, und das spricht sich rum. Wenn Handzettel, Emblemschild, vielleicht gar Stick oder CD dazu kommen, kann die Band ein Renner werden und auch bekannt in der Folksszene oder gar Folktanzszene für die häufigen Jahreszeitenfeste, Hoffeste, Gemeindefeste….

Material mit Noten, Melodien, Texten, Akkorden für Mitmachtänze, leicht zu spielen, leicht zu erklären, teils von weit bekannten Melodien und Liedern ist beim Folkmagazin für € 5 zu bekommen. Teils sind die Tänze auch von der Band und teils auch vom Publikum nicht nur tanzbar, sondern auch singbar.

Wenn die Anleitungen ganz kurz und präszise vorgetangen oder auch vorgetanzt werden, lassen sich die Tänze zumeist in 1, 2 Minuten erklären und 5 Minuten lang tanzen. 4 Tänze dann hintereinander, dann Pause und wieder 4 Tänze. etc.

Für Hoffeste, Familienfeste, Hochzeiten etc. eignen sich Mitmachtänze besonders. Wenn es um die Gestaltung eines Tanzabends für zwei Stunden geht, braucht es Pausen, möglichst ganz kurze Erzählungen, Erklärungen zu den Hintergründen der Tänze.  Traditionell und wirkungsvoll beginnt man am besten mit einer Polonaise und endet mit einem Walzer.

Wenn zu wenig Männer mittanzen, wie es in Norddeutschland oft vorkommt, können entweder Frauen die Männerrolle übernehmen, oder statt Polonaise und Schlusswalzer müssen andere Tänze, am besten Kreistänze genommen werden.

Beim Tanzmaterial, das wir verwenden, gibt es Kreistänze / Kettentänze, Mixer und Gassentänze. Als Paartänze sind nur Polonaise und Walzer dabei.

Nähere Informationen beim FM. Bei den 3 Jahresfesten auf dem Rabenhof werden Tänze gezeigt, eingeübt, trainiert, so dass Du schnell drin bist und das Anleiten praktisch nicht nur siehst, sondern meist auch üben kannst.  Ruf am besten an.

Wenn Du allein musizierst (Akkordeon, Dudelsack, verstärkte Mundharmonika, Geige ….) findest Du unter den Folkmagazin – Artikeln auch Impulse zum Gründen einer Band. (z.B. einfach Gitarre, Flöte, Bodrhán / Cayoon)

Als Solomusikant wäre es praktisch, wenn Du eine Tanzmeisterin oder einen Tanzmeister zum Anleiten der Tänze dabei hättest.

Folk-Mitmach-Tanz-Bands entwickeln sich z Z weiter. Manche Bands spielen in rasantem Tempo mit starken Bass oder Trommeltönen und dann plötzlich leise und auch langsam. Der Wechsel, teils überraschende mit Breaks fasziniert die Tänzer und die Zuschauer. Teils wird gejuchzt, applaudiert und ab und zu hört man auch das traditionelle „Folkiebellen“.

Immer mehr Bands gehen auch dazu über neben den schönsten Melodien Europas eigene Melodien zu komponieren und zu spielen. Da gibt es schon wunderbare Erfindungen.

Im Folkarchiv haben wir eine Reihe von Noten mit schönen Melodien gesammelt. Und auch in Archiven schlummern noch viele unentdeckte wunderschöne Melodien.

Die Ansprüche der Tänzer nach Überraschungen der Bands werden größer. Und manche Bands sind ständig dabei, neue Zauber-Melodien zu suchen, zu finden, selbst zu komponieren und bekannt zu machen.

Mit einfachen Tänzen Wie Zauberkreis / Fröhlicher Kreis, Pippi Langstrumpf, Baumtanz, Altiruni, Tennessee Wig Walk, Champs d’Elysée kann eine Band gut anfangen. Dann muss sie sich weiter entwickeln und einen Mitreiss-Modus mit gutem Wechsel erfinden. Nicht nur schnell und Power und fetzig, sondern auch gefühlvoll, einschmeichelnd, in Musik verliebt.

Kleidung, Gesang und Tanzgeschichten gehören zum Wechsel, dass die strampelnden Tänzer sich erholen können und tiefer in die Tänze eintauchen, ihrer eigenen Seele näher kommen können, sich mit Folkloretanzen über viele Jahre in Freude und Freundschaft verbinden und es weitergeben.

—-Das herrliche Titelbild hat Christian Schütte aus Offenbach gemalt, auch ein Elbrabe, der nun auch eine eigene Familienband hat.—

Die ersten 3 Folk-Bands, die in Deutschland in den 70er Jahren einfache Tänze zum Mittanzen, also Mitmachtänze, spielten, waren Fidel Michel, Die Weltberliner – wie hießen sie noch? und die Elbraben.

Bald danach kamen die Keltenbands aus Emden und Saarbrücken, die Qualmenden Socken aus Darmstadt Dann fing es auch schon an, im Osten zu brodeln mit Folkländern, Jams, G’hupft wie g’sprungen, Malz und Hops, Ilmfiedelhupf und vielen anderen. Und die Szene der Tänzer und Bands wuchs und wächst weiter. Nun gibt es weit über 100 Mitmachtanzbands.

Wer schreibt hier weiter und kann vielleicht auch Lücken füllen? hedo


Einige Folkbands


AN ERMINING Keltische Musik

Die Geschichte des AN ERMING-Trios beginnt 1975. Zu dieser Zeit waren die drei Mitglieder Barbara Gerdes, Andreas und Hans Martin Derow noch Schüler. Die beiden ‚Jungs‘  hatten bei einem Familienurlaub Schallplatten des jungen Alan Stivell kennengelernt und waren begeistert von den für sie ganz neuen Klängen und musikalischen Eindrücken. Mit ihrer Begeisterung steckten sie ihre Mitschülerin Barbara an und gemeinsam machte man sich auf den Weg in das ‚Abenteuer keltische Musik der Bretagne‘, das auch nach viereinhalb Jahrzehnten noch immer längst nicht zu Ende ist.

Die Initialzündung hierzu war insbesondere das persönliche Kennenlernen des prominenten bretonischen Harfenisten Stivell, der kurz vorher mit seinem legendären Konzert im Pariser ‚Olympia‘ den internationalen Durchbruch geschafft hatte, zuhause in dessen damaligem Wohnsitz in Langonnet (Morbihan).

Über die Jahre traf man sich immer wieder, Höhenpunkt der Bekanntschaft war ein gemeinsames Konzert 2013 in Saarbrücken der Alan Stivell Group, Dan Ar Braz und An Erminig.

Motiviert durch den Zuspruch und die Ermunterung von Stivell, die bretonische Musik und Kultur zu entdecken, nahmen die drei in den Folgejahren Instrumentalunterricht bei bretonischen Musikern, besuchten zahllose Festoù-Noz (das traditionelle, auch heute noch enorm lebendige Musik- und Tanzfest-seit 2012 auch immaterielles UNESCO Weltkulturerbe) und Tanzworkshops und ankerten so in dieser faszinierenden, beeindruckenden und überaus vielseitigen Kultur des keltischen Teils von Frankreich.

Die Lehrer dieser Kurse, damals noch selbst junge Musiker, wurden über die Jahre zu Freunden und musikalischen Weggefährten, für die ‚An Erminig‘ in Deutschland Konzerte organisiert und mit denen sich die Band immer wieder trifft. Zu dieser ‚Riege‘ von Musikerinnen und Musiker, die im Verlauf der Jahre weiter anwuchs,  zählen auch in Deutschland bekannte Namen, wie Jean Baron & Christian Anneix, Jean-Michel Veillon, Soig Siberil, Youenn Le Bihan, Gilles le Bigot, Marthe Vassallo, Guillaume Blain & Claire Leyzour, Eric Menneteau und insbesondere der im vergangenen Jahr verstorbene Yann Fañch Kemener.

Ein wichtiger Punkt in der Bandgeschichte war die Ergänzung des Trios zum Quintett. Im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Konzertprogramms und der CD ‚Tennadeg‘ im Jahr 1998 waren die Hermeline (An Erminig)  auf der Suche nach einem neuen Klang, der musikalisch für die Band eine zukunftsweisende Entwicklung bedeuten sollte.

Ergebnis dieses Prozesses waren zwei neue Mitmusiker, der Bassist und Geiger Thomas Doll und der Percussionist Amby Schillo. Ihre Kreativität und musikalische Sensibilität war die entscheidende Voraussetzung zu der Entwicklung dieses neuen Klangbildes, das sich insbesondere in den beiden jüngsten Produktionen ‚GOURLEN‘ und ‚PLOMADEG‘ zeigt.


LIEDERJAN – Liederkabarett – SA. 7.2.26

Außer Manfred Kerl waren alle Größen des Möllner FolkClubs dabei. Liederjan war zu seinem Schlusskonzert der „allerletzten Liederjan Konzerte“ im großen Saal des Berufsbildungszentrums in Mölln mit Jörg Ermisch, Hanne Balzer, Philip Omlor, eingeladen vom Folkclub Mölln von Susan, Uwe und Lorenz.

Im Foyer hatte ich mir schon das Buch von Klaus Imscher „Min Reim darauf“ „Ein Leben mit Liedern“ geleistet. Das war für mich die erste Freude.

Die Möllner und die Lehrer des Schulzentrums hatten den Saal sherschön geschmückt. Die beiden Eulenspiegel des Möllner Folkclubs schmücktendie Stirnwand mit einem großen roten Plakat. Eine goldene Lichterkette beleuchtete die Bühne. Die Anlage und viele Instrumente kamen dazu. Es war eine Pracht, von Jahr zu Jahr besser. Gratulation.

Mit Trötenmusik zogen die Liederjannis in den Saal ein, Jörg als clown im Frack, Hanne als Trompetenkaspar, und Philip als eulenspiegelhafter Harlekin und dann gleich als 3 Meister des mehrstimmigen Sprechgesangs. Schade, dass ich davon so wenig verstehen konnte. Die Möllner werden mit ihrem Folkclub immer profihafter, doch brauchen sie noch eine gute Anlage, dass jeder Künstler je ein Mikro haben kann für Stimme und fürs Instrument.

Ich kenne Jörg schon, als der noch mit Tramps & Hawker irisch spielte und dann mit Liederjan von vor 50 Jahren. Ich denke wir waren mitLiederjan auch mal mit den Elbraben auf einer Bühne. Als wir zu einem unserer Festivals in Mölln von Hamburg aufbrachen, rief kurzfristig Liederjan an, um aufzutreten, Atti sagte einfach ab, wir seien voll. Und dann spielten sie in Lüneburg mit Jürgen Leo um Tanzen auf, einmal, wohl für Jürgen zum Abschied und Hinirich Langeloh leitete die Tänze an. Das war Klasse. So wurde Liederjan die beste Hamburger Band für mich, obgleich sie nach Kellinghusen umzogen. Ein Lieblingsort für mich, weil wir dort einen so tollen Auftritt mit den Elbraben hatten.

Die drei Liederjannis. zählt ich, spielten zusammen etwa 23 Instrumente, erzählten und sangen dazu lustig -kritische Geschichten, die ich nicht verstehen konnte, aber viele lachten.  Sie hatte sich ein besonderes Thema erarbeiteten, Das mit Verkehr, Atmen, Luft, Herz, Leben zu erklären ist und wohl ihre musikalische Zukunft sein könnte.

Wenn ich Liederjans Musik einordnen soll, so ist sie musikalisch ein Zwischending zwischen Comedian Harmonists und Agitprop, gewürzt mit skeptischer Ironie und goldigem Humor. Ein Stück klang wie „Hamburger Jodeln“. Sie ziehen sich ohne Arroganz von hohem Level selbstbewusst durch den Kakao. Prädikat: Eulenspiegelhaft! Sowas mag ich. Das Konzert war für mich ein ganz besonderes Erlebnis.

Irgndwie passen sie zum Möllner Folkclub, zur erfolgreichen Möllner Eulenspiegel – Ketzerei, galant aufmüpfig trotz ihres Alters, Meiser auf ihre Art. Oooooooh!

Ganz dickes Lob an Michi, Katja und Ulrike, die mich gut abholten und erschöpft wieder nach Hause brachten. Danke, ihr lieben.  Euer hedo

 

 

 

Hanne,Jörg,Philip



ELBRABEN

Wir haben sie gefangen wie Eulenspiegel und Rattenfänger. Wir Raben und Elfen = Elbraben von der Elbe, dem Elfenfluss und von Überall, weltweit. Jeder kann mitmachen bei den Elbraben. Und wer einmal dabei war als Musikant, ist immer dabei, ein großes Miteinander aus auch schon 48 Jahren. Die Menschen warten nur darauf, mitmachen zu dürfen, wenn das Ambiente, frei, mitreißend, fröhlich, bunt und aufmüpfig ist. In einigen Landschaften mehr, in anderen Gegenden verständlicherweise zurückhaltender.

Bei Kichentagen machten so viele mit, dass die Oberen fürcheten, nicht genug Schäfchen zu ihren Andachten zu bekommen. Wir fesseln auf den Betonplätzen der Messehallen  und auf zentralen Stadtplätzen junge und alte Menschen zum Singen, tanzen und Mitmachen. Die Anfrage war und ist teils so groß, dass wir Terminzettel verteilten, und die Menschen uns hinterher reisten. Daraus entstand unser Folkmagazin, das es nun seit 48 Jahren gibt.

Unsere Tänze: Zauberkreis, Baumtanz, Altiruni, Bärentanz, Chulu, Viginia Reels, Eretz Eretz, Pippi Langstrumpf und viele andere wurden in Folkiekreisen weit ebenso wie unsere Lieder: O lio liola, Lasst uns die Sonne, die Erde, den Wind, weil wir Wandervögel sind, Über meiner Heimat Frühling, Rastet mal ein Wandervogel an nem kühlen Wasserloch, Mein Gespenst, das tanzte an der Wand, Wir sind wie Wellen an dem Strand, Es sind hungrig die Satten, weil so viel sie schon hatten, Auf dem Wagen weint ein Kälbchen, Mädel, lass zum Tanz dich führen in Jahreszeitenversionen, Till Eulenspiegel zieht durchs Land, Meinst du, die Deutschen wollen Krieg? Wer hat das erste Lied erdacht?

Zu den 8 Jahreszeiten treffen sich einige von uns nach Mahl und Fest, singen und musizieren die Lieder, erzählen Geschichten von Fahrten und Auftritten miteinander uns Feuer herum und der Mandeltschai brodelt. Auch da fesseln wir wieder einige Menschen zum Singen, zum Musizieren, zum Erzählen zum Mitmachen in Freiheit ohne Dogmen und Ideologie einfach aus Lebensfreude.