Malte Viefs Kammer; Reprise, Auryn Musik, (KAMMERMUSIK) (GH)
Malte Viefs Kammer bringt neue Überraschungen, auch wenn das Werk „Reprise“ heißt, alles klingt neu und unverbraucht und virtuos wie eh und je.
Es geht heftig los, mit „Aus der Halle des Bergkönigs“, einem der bekanntesten Stücke des norwegischen Komponisten Edvard Grieg, es fängt unheilschwanger an, dann geht es gewaltig los, die Geigen fetzen eine Runde, man sieht die gruseligen Gestalten in der Halle des Alten aus Dovre richtig vor sich. Auch das zweite Stück, wie fast alles (außer Grieg eben) komponiert von Malte Vief, klingt unheimlich, dräuend gar – Nr. 3 dann aber ungarisch, nach „Komm, Zigan“, und so geht es weiter, ein musikalischer Höhepunkt nach dem anderen, jede Menge Überraschungen, Allerdings, die Titel verraten schon, dass ausgelassene Fröhlichkeit nicht gerade die Hauptstimmung dieses Instrumentalalbums ist: „Nachruf“, „Tombeau“, aber es jedes Stück ist ein Hochgenuss, und neben dem Gitarrenvirtuosen Malte Vief müssen unbedingt die Teufelsgeiger Thomas Fleck und Florian Mayer erwähnt werden. Malte Viefs Kammer; Reprise, Auryn Musik, www.maltevief.de (GH)