Wenn uns Vadding awens de Treckfiedel späält – Ralf Gehler – Thomas Helms Verlag (Histor.Musikbuch) (hh)

Wer was über den Gebrauch der Zieharmonika wissen will besorge sich dieses Buch


Die Handharmonika wurde früher in vielel Familien gespielt, oft schon von Kindern einfach so nebenbei erlernt, weil das Musikzieren in vielen Familien, Dörfern, Gruppen eine hohe BEdeutung hatte.

Die „Treckfiedel“ ist gut mitzunehmen, recht robust, verhältnismäßig laut und deshalb draußen und drinnen zu zu verwenden.

Verwende für Familiengesang, Familienfeste, Berufsgruppen, Dörfer, Umzüge, Stadtfeste, Gemeinden oder eben einfach aus Freude und zum Feierabend abends vor der Tür.


»Wenn uns’ Vadding abends de Treckfiedel späält«

Die diatonische Handharmonika in der traditionellen Musik Mecklenburg-Vorpommerns

16,9 x 24 cm, 48 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschur

Die diatonische Handharmonika ist seit den 1860er-Jahren ein prägendes Instrument der Volksmusik in Mecklenburg und Vorpommern. Sie wurde unter verschiedenen Namen wie Treckfiedel oder Quetschkommode bekannt und erlangte durch ihre Robustheit, Lautstärke und einfache Handhabung schnell Popularität als Begleitung bei Tanzveranstaltungen. Anfangs ersetzte sie Geigenensembles und prägte neue Melodien in der Tanzmusik. Die Produktion begann im späten 19. Jahrhundert in Osten Deutschlands. Später dominierte die Firma Hohner aus Trossingen den Markt und exportierte das Instrument weltweit. Während sie in der Volksmusik geschätzt wurde, galt sie in der Kunstmusik als minderwertig. Ihr Milieu waren die Tanzböden und Kneipen der unteren Schichten.
Im Ersten Weltkrieg wurde sie zum Seelentröster, blieb aber bis Mitte des 20. Jahrhunderts in der Tanzmusik populär, bevor Rock’n’Roll und Beat sie weitgehend verdrängten. Ab den 1970er-Jahren wurde sie im Zuge des Folk-Revivals wiederentdeckt.
2017 wurde das Spiel auf der diatonischen Handharmonika als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt. Eine vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützte Studie dokumentierte das Spiel und Repertoire der letzten traditionellen Spieler, ergänzte dieses durch historische Recherchen und sammelte Material aus dem Mecklenburgischen Volkskundemuseum. Das Ergebnis ist diese kleine Geschichte der Handharmonika in Mecklenburg und Vorpommern.