Die Geschichte ist eine uralte – ein richtige Folkiegeschichte. Sie begann mit dem Austreiben des Winters, dem Maigrün, dem Maikranz Aufstellen an langen Stangen.-Eine Bitte an kundige Leser: Vielleicht kannst du unsere kleine Geschichte mit deinem Wissen erweitern, ausschmücken, korrigieren?
TANZ IN DEN MAI FÜR DIE GÖTTIN
Zuerst waren Beltane bei den Kelten, Frau Holle / Freya / Frigga / Ostara bei den Germanen. Sie waren die Göttinen der Frauen, der Liebe, der Fruchtbarkeit, der Blumen, der Blüten. Die Göttinnen des Grünens, des Lebens. Sie wurden verehrt, ihnen zu Ehren wurden die Maifeuer entzündet und die bösen Geister der Dunkelheit, des Winters wurden ausgetrieben. Und beim Mondschein in der der Nacht vom 30.4. auf den 1.5. wurde getanzt, wurde mit Zauber- und Liebeskräutern der Maienpunsch und der Maibock gebraut, wurde wild musiziert und gerasselt. Die so uralten wilden Lieder und Tanzmusiken sind fast verschollen. Einiges davon ist aus alten Liedern noch zu erahnen: Odin trug Holz von der Heide…., tanzen wir im Ring…, holen wir den Maien…, frischauf zum frohen Springen…, Lieder der Minnesänger… Heißt es deshalb in manchen alten Liedern noch „Widdewiddewitt (Wotan o Wotan)? Die jungen und die weisen Frauen wurden besungen und geehrt.
Weise Frauen waren kräuterkundig, fanden die seltenen Kräuter in den Hecken. Kommt daher der Ausdruck „Kräuterhexe“? Wohnt deshalb Frau Holle 3 Klafter unter dem nach ihr benannten Hollerbeerbusch?
In Schweden wird es später Frühling. Deshalb wird die „Majstangen“ erst zu Mittsommer aufgestellt und das Fest ist das größte dort im Jahr,. Von Donnerstag bis Sonntag ist Feiertag, und wohl mehr ald die Hälte aller tanzen noch um die Majstangen. Viele Familien haben ihre kleine transportable Maijstangen mit Kranz und Bändern für jedes Jahr.
CHRISTLICHE WALPURGISNACHT
Das Christentum zog ein, übernahm klug alte Bäruche und setze statt der Göttin Frau Walburga ein, ein weise und kluge Äbtissin. Nach ihr wurde die Walpurgisnacht benannt, die Nach mit den Feuern gegen das Böse. Frau Walburga wurde damit geerhrt. Fast alles Alte wurde verdrängt und verbrannt.
HEXENVERBRENNUNGEN
Dann kam die schlimme Zeit, in der statt der bösen Geistern schöne und weise Frauen zu bösen Hexen erklärt wurden. Und die auf scheiterhaufen vrbrannt wurden. Mänenr wurden nur wenige verbrannt. Sadistische Priester sprachen böse Flüche.
Das ging über mehr als 100 Jahre nicht nur in Deutschland so. Unliebsame, störende, oft weise und starke Menschen wurden so aus dem Weg geschafft.
NEUZEIT
Seit der Aufklärung fand eine Neubesinnung auf Mitmenschlichkeit statt. Das führt nun dazu, dass bei Vielen Hexen heute als weise Frauen gelten und geachtet und geehrt werden. Tanz in den Mai und Maibaumstellen bekommen neuen Wert. Menschen freuen sich des Frühjahrs und auf den Sommer. In Folkiekreisen, bei Mittelalterkundigen, bei Freigeistern gelten auch einige Bräuche und Sagen alter Zeit wieder. Sogar Kirchenreligiöse Menschen nehmen sich altbewährter Brauchtümer wieder an, während leider viele wenig gebildete Menschen Kindern noch mit bösen Hexen drohen.
EXZESSE
Das Geschäft des Kapitalismus wird durch Sensationen angefeuert. Im Harz am Hexentanzplatz (eingeführt u.a. durch Goethes „Faust“) werden wieder mit Gejohle gruselig Hexen verbrannt.
FEIERFREUDIGE MENSCHEN HEUTE
Wir lassen uns nicht beirren, sondern bauen unsere Feiern weiter aus in dem Bewusstsein für Festkultur, Menschwürde, Ehrung des bewährten Alten.
Gemeinsame Freude auf Fest, Frühjahr und Miteinander sind für uns wichtig mit Geschichte.
Dabei wehren wir uns entschieden gegen die Exzesse und die Verdummung der Menschen, besonders gegen das Frauenverbrennen und Entwürdigen der weisen, guten Frauen.
